Lan Long Wu Shu Xue Yuan Kampfsport Institut Serge Seguin und Söhne
Lan Long Wu Shu Xue YuanKampfsport Institut Serge Seguin und Söhne

Chinesisches Wushu

Die Geschichte des Wu Shu

Überall dort, wo sich Menschen kriegerisch auseinandergesetzt haben, haben sich Kampfkünste entwickelt. WuShu ist hier der Sammelbegriff für die chinesischen Kampfkünste. Hier hat sich in den westlichen Ländern jedoch weitestgehend der Name Kung-Fu durchgesetzt, was etwa so viele bedeutet, wie etwas durch harte Arbeit zu erreichen.


Die Entstehungsgeschichte der chinesischen Kampfkünste ist relativ unbestimmt und ist umgeben von zahlreichen Legenden. Der Begriff der Kriegs- oder Kampfkunst erlangte durch das Buch „Die Kunst des Krieges“, welches von General Sunzi in der Zeit von ca.500 v.Ch. geschrieben wurde, erstmals an Bedeutung. Das Buch beinhaltet in erste Linie die strategische und taktische Planung, sowie Vorbereitung von Feldzügen. Eine der Grundlagen ist hier das disziplinierte Kampftraining der Soldaten, was später über Sieg und Niederlage eines Heeres entscheidet.


Die Entstehung des WuShu als Kampfkunst wird jedoch auf buddhistische Priester im Kloster von Shaolin zurückgeführt. Sie praktizierten Übungen, die ursprünglich dem Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit und des inneren Gleichgewichtes dienten. Der indischen Mönch Bodhidharma integrierte in dies Training Kampfübungen und lehrte Disziplin, Selbstkontrolle, Bescheidenheit und Respekt vor allem Leben. Er begründete im Shaolinkloster die Kampfkunst als ein Mittel den Weg der Erleuchtung zu beschreiten.


In den 50er- Jahren wurde von der chinesischen Regierung ein Sportverband gegründet, in dem viele Meister des WuShu mitwirken sollten, um einen Regelung für Standardformen und Kategorien der Kampfkünste zu entwickeln. Im Jahre 1959 wurde das moderne WuShu von der chinesischen Regierung offiziell anerkannt.

Die Inhalte des Wu Shu

WuShu teilt sich in zwei Hauptgruppen, die als „äußere“ und „innere“ Schule bezeichnet werden. 


In der inneren oder weichen Schule, soll der Gegner durch den Einsatz der inneren Kraft, dem Qi, besiegt werden. Er soll durch die Weichheit der Bewegungen und ohne ihm einen direkten Widerstand entgegenzusetzen, kampfunfähig gemacht werden. Eine der bekanntesten inneren Schulen ist das Taiji Quan. Es wird überwiegend mit den daoistischen Klöstern im Wudang-Gebirge in Verbindung gebracht. 


Die äußere oder auch harte Schule wird erfahrungsgemäß mit den Kampfkünsten der buddhistischen Shaolin-Tempel Verbindung gebracht. In Ihr wird mehr Wert auf Geschicklichkeit, Stärke und Geschwindigkeit gelegt.


Da in der Zwischenzeit die meisten Stile sowohl innere als auch äußere Techniken beinhalten, werden die Stile häufig auch in nördliche und südliche Stile eingeteilt.

Die 2 Stilrichtungen des WuSu:


- Chang Quan (Nord Shaolin) 
- Nan Quan (Süd Shaolin) 

Ferner dient diese Einteilung auch einer besseren Übersicht über die große Vielfalt der Stile. So werden alle bekannten Stile der geographischen Lage zugeordnet und alle Stile südlich des gelben Flusses „Yangtse“ werden Südfaust oder „Nan Quan“ genannt. Alle Stile nördlich des Flusses werden Nordfaust oder „Chang Quan“ genannt


Die charakteristischen Merkmale des Chang Quan sind weite Bewegungen, schnelle Läufe, hohe Sprünge und Tritte. Die Nan Quan zeichnet sich durch kurze, explosive Bewegungen, wenige Lauf- und Sprungbewegungen aus.


Weiterhin unterteilt man das WuShu in den Bereich der Formen oder „Taolu“ und den Bereich des Freikampfes, dem Sanda oder auch „San Shou“.

Die Techniken und Graduierungen des WuShu

Das Training ist so aufgebaut, dass jede Unterrichtseinheit grundsätzlich mit Gymnastik und Dehnung begonnen wird, um die Muskulatur aufzuwärmen und Verletzungen vorzubeugen. Anschließend folgen Grundübungen, die zur Schulung der Basistechniken dienen und sowohl den Körper kräftigen, als auch Kondition, Koordination, Flexibilität und die Geschicklichkeit schulen.


Neben den Hand- und Fußtechniken sind im WuShu zahlreiche Waffen gebräuchlich, die je nach Erfahrung und Graduierung gelehrt werden. Zu den Basiswaffen zählen:

 

 

 

 

 

 

Der Stock (Gun)

 

 

 

 

 

 

Der Säbel (Dao)

 

 

 

 

 

 

Das Schwert (Jian)

 

 

 

 

 

 

Der Speer (Qiang)

Im fortgeschrittenen Stadium werden auch traditionelle Waffen, wie der

Drei-Teiliger-Stock (San Jie Gun), die Hellebade (Pu dao), die Hakenschwerter (Shuang Gao) oder die Neun-Teilige-Kettenpeitsche (Jiu Jie Bian) gelehrt.


Dabei ist die Ausbildung in 6 Gruppen eingeteilt, die wiederum in Einzelgruppen untergliedert sind.


In den Unterrichtseinheiten wir immer mit Gymnastik gbegonnen , gefolgt von
Technik-Grundschule und -Grundübungen.

Traditionelle Faust-Formen
Betrunkene Faust (Zui Quan)
Adler Faust (Ying Shao Quan)
Gottesanbeter Faust (Tang Lan Quan)
Shaolin Faust (Lohan Quan)
Frei Wettkampf-Formen (Gui Oling Quan)
Traditionelle Waffen-Formen
Betrunkenes Schwert (Zui Jian)
Neun-Teilige-Peitsche (Jiu Jie Bian)
Schnurpfeil (Cheng Bio)
Doppel-Säbel (Shuang Dao)
Doppel-Haken-Schwert (Shuang Gao)
Kleine Hellebade (Pu Dao)
Große Hellebade (Da Dao)
Drei-Teiliger-Stock (San-Jie-Gun)
Partner-Formen (Dui Lian)
3-Mann-Faust-Form (San Lan Dui Da Quan)
Schild & Säbel gegen Stock (Dun Pai Dao Dui Gun)
Säbel gegen Speer (Dao Dui Qiang)
Schild & Säbel gegen Drei-Segmenten-Stock (Dun Pai Dao Dui San Jie Gun)

 

Die Gruppeneinteilung

Die Ausbildung ist in 6 Gruppen eingeteilt, die wiederum in Einzelgruppen untergliedert sind. Begonnen wird immer mit 30 Minuten Gymnastik, gefolgt vom Grundschule und Grundübungen.

 

1.Gruppe (Preduan, 1.Duan/ ANFÄNGER

Ji Ben Gong (Grundschule) Bei Jede Gruppe :

a/Buching / Stellung

b/Quan Fa / Faust u. Block-Techniken

c/Tui Fa / Kick Techniken

d/Teng Kong Fa /Sprungtechnicken

Preduan

A . 1-4 Ji Ben Don Shao  Grund/Basis-Langfaust-Form (Changquan/Nord-Stil) 8-13er Form .

B. 1-3 Ji Ben Don Shao  Grund/Basis-Sud-Form (Nanquan/Sud-Stil) 8er Form.

1.Duan Nord-Anfänger

A1. Chuji Quan Yilu / 1.Langfaust 32er Form

A2. Jishu Gun /  1.Stock 16er Form

A3. Quan Duilian /1. Partnerfaust-form

1.Duan Süd-Anfänger

B1 . Jishu Nan Quan /1.Südfaust 16er Form

 

2.Gruppe 2.duan und 3 Duan / Mittel-und Forteschrittenenstufe

2. Duan Nord-Mittelstufe

A4.  Chuji Quan Erlu / 2.Langfaust 32er Form

A5. Jishu Dao Säbel /1.Säbel  16er Form

A6. Quan Duilian/2. Partnerfaust-form

2.Duan Sud-Mittelstufe

B2.  Jishu Nanquan Erlu 2.Südfaust 16er Form

B3. Jishu Nandao Erlu 1.Süd Säbel 16er Form

3.Duan Nord-Forteschritten

A7. Chuji Quan Sanlu 2.Langfaust 32er Form

A8.Jishu Qiang 1.Sperr 16er Form

A8. Quan Duilian /3. Partnerfaust-form

3.Duan Sud-Forteschritten

B.4  Jishu Nanquan Sanlu 3.Südfaust 16er Form

B. 5 Jishu Nangun Erlu 1.Süd Stock 16er Form

 

3.Gruppe 4.Duan Jiaolian/ Übungsleiter

4.Duan Nord Jiaolian/ Übungsleiter

A9. Changquan Silu / 4.Langfaust 44er Form

A10. Chuji Gun / 2.Basis Stock 32er Form

A11. Chuji Dao / 2.Basis Säbel 32er Form

A12. Chuji Jian / 2.Basis Schwert32er Form

A13. Chuji Qiang / 2.Basis Sperr 32er Form

A14. Quan Duilian /4. Partnerfaust-form

4.Duan Süd Jiaolian/ Übungsleiter

B6. Chuji Nanquan /Basis Südfaust 32 er Form

B7. Chuji Nangun /Basis Süd Stock 32 er Form

B8. Chuji Nandao /Basis Süd Säbel 32 er Form

 

4.Gruppe 5.Duan Laoshi / Lehrer

5.Duan Nord-Lehrer

A15.Shao Nian Guiding Quan / Ehem. Jugendwettkampf-faustform

A16. Zhongji Gun Shu /1.Grad Stock Form

A17. Zhongji Dao Shu /1.Grad Säbel Form

A18. Zhongji Jian Shu /1.Grad Schwert Form

A19. Zhongji Qiang Shu /1.Grad Sperr Form

A20. Quan Duilian /5. Partnerfaust-form

5.Duan Süd-Lehrer

B9. Zhongji Nanquan /1.Grad Südfaust Form

B10. Zhongji Nangun /1.Grad Süd Stock Form

B11. Zhongji Nandao / 1.Grad Süd Säbel Form

 

5.Gruppe 5.Duan Shifu / Lehrvater

6.Duan Nord

A21. Changquan Jingsai Taolu / Ehem.1.Set international-Wettkampf Faustform 1989-2001

A22. Gun Shu Jingsai Taolu / Ehem. 1.Set international-Wettkampf Stock Form 1989-2001

A23. Dao Shu Jingsai Taolu / Ehem. 1.Set international-Wettkampf Säbel Form 1989-2001

A24.Jian Shu Jingsai Taolu/ Ehem. 1.Set international-Wettkampf Schwert Form 1989-2001

A25. Qiang Shu Jingsai Taolu / Ehem. 1.Set international-Wettkampf Sperr Form 1989-2001

A26. Quan Duilian /6. Partnerfaust-form

6.Duan Süd

B12. Nanquan Jingsai Taolu/Ehem1.Set. international-Wettkampf SüdFaustform 1989-01

B13. Nandao Jingsai Taolu/Ehem. 1.Set international-Wettkampf Süd Säbel form 1989-01

B14. Nangun Jingsai Taolu / Ehem.1.Set international-Wettkampf Süd Stockform 1989-01

 

6.Gruppe 7.Duan Shijei / Meister

7.Duan Nord:

A27.Pflichtkombinationen für Nördlichen Faust u. Waffenformen (Nandu)

A28.Di Er Guo ji Wushu Jingsai Taolu Ehem.2.Set international-Wettkampf Form 2001-2013

A.29 Di San Guo ji Wushu Jingsai Taolu Ehem.3.Set international-Wettkampf Form 2013

7.Duan Süd:

B15.Pflichtkombinationen für Nördlichen Faust u. Waffenformen (Nandu)

B16.Di Er Guo ji Wushu Jingsai Taolu Ehem.2.Set international-Wettkampf Form 2001-2013

B17. Di San Guo ji Wushu Jingsai Taolu Ehem.3.Set international-Wettkampf Form 2013

 

Beim Wushu  wird Respekt gegenüber dem Meistern des Kampfkunst, der Schule, Mitschülern und der Kampfkunst erwartet.

 

Ab dem 4.Duan werden Kenntnisse in Sporttechnologie, Sportmedizin und Wushu Historisches Wissen vermittelt.

 

Ab dem 5 Duan Die Prüfungen müssen in China oder mit einer Chinesische Wushu Delegation Geprüft werden.

 

Der 8., 9. und 10. Duan werden Ehrenhalber verliehen!

Wu Shu als Wettkampfsport

Das moderne WuShu und die damit verbunde Einführung eines einheitlichen Systems bildeten die Basis für den Wettkampfsport. Die Wettkämpfe werden in den Disziplinen Formen „Taolu“ und dem Freikampf „Sanda“ ausgetragen. 


Die Wettkampfläche besteht aus einem 14 x 8 Meter großen Teppich. Die Bewertung der Sportler wird nach festgelegten Kriterien, wie tiefer der Stände, der Geschwindigkeit, der Krafteinteilung, der Koordination, des Ausdruck und des Timings, nach einem Punktesystem mit A- und B-Note, vorgenommen.


Eine Wettkampfform dauert zwischen 80 und 90 Sekunden und stellt durch die hohe Geschwindigkeit, Komplexität und Präzision, ähnlich wie beim Bodenturnen, eine hohe Belastung für den Sportler dar. Somit ist eine gute Vorbereitung und ständiges Training nötig.

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