Lan Long Wu Shu Xue Yuan Kampfsport Institut Serge Seguin und Söhne
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Sanda - Sanshou

Die Geschichte des Sanda

- die ersten Aufzeichnungen über Sanshou fand man bei Ausgrabungen im Grabmal der Qin Dynastie (221 - 206 v.C.). Hier fand man Schriften und Malereien über Sanshou

 
- weitere Aufzeichnungen, Malerei mit zwei Sanshoukämpfer, fand man in der Han
Dynastie (206 v.C. - 220 n.C.)
 
- während der Tang Dynastie (923 n.C. - 936 n.C.) fand man ebenfalls
Schriftrollen des Kaisers Chuang Tsung mit Aufzeichnungen über Sanshou
 
- 1100 n.C. wurden vom chinesichen Kaiser Kämpfe organisiert,
als Attraktion für den kaiserlichen Hof.
Dadurch konnte der Kaiser seinen Kampfstil verbessern.
Er versprach zudem allen Gewinnern die Einstellung in der Leibwache des Kaisers.

 

-1928 n.C. in Nanking fanden die ersten chinesischen nationale Turniere statt.
Diese Kämpfe waren sehr brutal und zum Teil wurde bis zum Tod gekämpft.

 

-1368 n.C. bis 1944 nC. dies ist die Zeitspanne in der die Ming Dynastie herrschte.
Dies ist auch das goldene Zeitalter des Wushu.
Während dieser Zeit fanden in allen grossen Städten Chinas
(Beijing, Shanghaim Guangshou, Nanjing) Kämpfe statt.
Diese Kämpfe wurden auf einer grossen Bühne, die meist im Zentrum der Stadt war,
ausgetragen. Es traten Meister des Nordens gegen Meister des Südens an.
Aber auch amerikansiche Boxer oder englische traten ebenso oft gegen
chinesische Kung-Fu-Kämpfer an. Ebenso versuchten es die russischen Soldaten,
die ihre Stärke gegen chinesiche Kämpfer messen wollten.
Während der Besetzung wollten viele japansiche Beamte oder Generäle
die chinesischen Kampfkünste durch Bestechungen erniedrigen.
Sie liessen Meister des Kung-Fu töten oder vergiften um das japanische Karate
oder die japansiche Kampfkunst als die bessere Kampfkunst darzustellen.
Das Chaos endete erst nach der Besetzung durch die japanischen Armee.

-1950 werden in Taiwan die ersten Leitaikämpfe organisiert

 

-1950 - 1960 während der Kulturrevolution war es in china sehr populär,
dass die verschiedenen Schulen Strassenkämpfe lieferten. Dabei kämpften die Meister
auf der Bühne in der Stadtmitte bis zum Tod.

 

-1960 die chinesische Regierung verbietet die Praktizierung aller Arten von Kampf

 

-1965 Die chinesische Regierung fördert Wushu für Sportzwecken
und zur Erhaltung der Gesundheit

 

-1975 Sanshou wird gefördert

 

-1985 In "Xian" findet das erste grosse internationale Wu-Shu-Turnier statt,
das von der chinesischen Wushu Federation organisiert wird.
Hier wird zum ersten mal "Sanda" gekämpft.

 

-1986 In "Tianjin" findet erneut ein Sandaturnier statt, welches von der
chinesichen Wushu Federation, dem Militär und der Polizei organisiert wurden.
Shifu Serge bestreitet hier zum ersten mal einen Sandakampf und erreicht Platz 6
bei einem Gewicht bis 60kg.

 

-1991 - 2008 Sanda wird in Europa immer bekannter.
Amerika hat einen grossen Vorsprung, da dort bereits 1975 mit Sanda begonnen wurde.

 

- 2003 Bei der Weltmeisterschaft in Macau präsentiert sich Sanda und bewirbt sich
für die Olympischen Spiele in Beijing.

 

-2008 Sanshou und Wushutaolu präsentieren und bewerben sich
für die Olympischen Spiele. Leider war Sanda zu brutal und Wushu zu kompliziert
um bei den Olympischen Spielen zugelassen zu werden.

Die Inhalte des Sanda

Sanda setzt sein Hauptaugenmerk auf die Kombination von Techniken, wie Fauststoß-, Fußtritt- und Wurftechniken. Diese Art des Kämpfens verlangt dem Kämpfer ein hohes Maß an kampfstrategischen Fähigkeiten ab. Obwohl diese Techniken vereinzelt auch in anderen Kampfsportarten wie, Kickboxen, Taekwondo, Muay Thai oder Judo erlaubt sind, ist die Kombination aller Techniken das anspruchsvolle. Sanda ist ein Vollkontakt Sport, in dem es nicht nur darum geht, den Gegner K.O. zu schlagen, sondern in allen Distanzen, wie Schlag- Tritt- und Wurfdistanz, überlegen zu sein.

 

Ein echter Sanda - Kämpfer ist daher kein Anfänger. Er muss alles über Faust-, Tritt-, Abwehr-, Konter-, Angriff- und Verteidigungstechniken wissen. Er muss kämpfen, wie er atmet und immer respektvoll und fair gegenüber seinen Gegnern sein.


Ein weiterer Schwerpunkt sind Basistechniken (ji ben gong) aus dem WuShu, wozu auch Fallschule und einfache Akrobatik zählt. Die Ausbildungszeit bis zum ersten Meistergrad beträgt ca. 6 Jahre, mit externem Studium in China oder/ und Intensivausbildung ca. 4 Jahre.

Sanda Sanda/Sanshou wird als chinesiches Boxen oder
auch chinesisches Wushu Boxen bezeichnet. Die Übersetzung der Worte ist:
San = lösen, frei Shou = Hand (im Sinne des Boxen) Da = Schlagen In einem Wort gesagt,
bedeutet Sanshou = Freikampf.

Sanda/Sanshou ist ein vielseitiges Kampfsystem. Hierbei sind vier Prinzipien wichtig:


1) San = Freiheit der Technik
2) Da = alle Faustschläge und Armtechniken alle Beintechniken alle Knie- und Ellbogenschlagtechniken
3) Shuai = Hebel- und Wurftechniken
4) Na = Festhalten- und Blockiertechniken

Die Techniken müssen einfach, realistisch, schnell und kraftvoll
zusammen ausgeführt werden.
Im Vordergrund steht beim Training die Verbesserung der kämpferischen Fähigkeiten
und die Kenntnisse von Techniken, die für den realistischen Zweikampf notwendig sind.

Die Techniken des Sanda

Die Philosophie des Sanda ist das Praktizieren eines guten Sports, Ziel ist es auch die Gesundheit, die physische und psychische Kondition und vor allem das Wohlergehen zu verbessern. 


Als Erstes werden die Basistechniken im Boxen, Treten und Werfen, an Trainings und Schlaggeräten gelehrt.


Nach dem sicheren Umgang mit den Grundtechnikent, wird begonnen, die Anwendungen mit Partner zu trainieren. Bei dem Ausüben aller Techniken und in jeder Trainigseinheit gilt es die Ausdauer, die Atmung, die Reflexe, die Schlag- sowie Trittkraft und die Reaktionsgeschwindigkeit weiter zu entwickeln.


Dafür gibt es eine Vielzahl von Wurf-, Schlag- und Trittkombinationen. So ist die absolute Kontrolle in allen drei Distanzen und das konkrete Kombinieren von Faust- Tritt- und Wurftechniken wichtig und verlangt vom Athleten hohes Maß an Kraft, Explosivität, Präzision und Ausdauer. 


Unser Sanda-Training ist jedoch nicht nur für Personen geeignet, die auf Wettkämpfen antreten wollen, sondern dient in Kombination mit Wing Kido Kai auch der Selbstverteidigung.

Sanda als Wettkampfsport

In den achziger Jahren erlebt Sanda als Wettkampfsport seinen Aufschwungund bis heute hoffen alle Sportler, dass es eines tages einmal olympische Disziplin wird. Ein Kampf besteht aus zwei oder drei Runden, von je zwei Minuten, mit einem zentralen Schiedsrichter und vier Aussenrichtern. Die Kampffläche ist 8x8 Meter groß und eine Art Podest ohne Ringseile. Sie misst eine Höhe von ca.80cm und ist mit Matten ausgelegt. Um das Podest sind ebenfalls Matten ausgelegt, um die Kämpfer bei einem Wurf von der Kampffläche zu schützen.

Sanda/Sanshou ist für Damen, Herren und Jugendliche geeignet.
Heutzutage wird der Wettkampf Mann gegen Mann in China wie folgt
in drei Kategorien getrennt :

1) Qingda -für Jugendliche - Zeimannkampf Leichtkontakt -WuShu Freikampf

2) Sanda - ist ein internationaler Zweimannkampf Mann gegen Mann (Frau gegen Frau)
mit Vollkontakt Heutzutage sind ca. 75 Nationen im IWUF-Verband angemeldet.
IWUF steht für Internationale Wushu Federation. In Taiwan wird Sanda Lei Tai genannt.

3) Sanshou - ist ein traditioneller Wushu Freikampf mit Armen, Fäusten, Ellbogen,
Knien und allen Bein- und Fussschlagtechniken Die Kämpfe in China finden heutzutage
mit folgenden zwei Reglements statt:

A) AMATEURE
- mit voller Rüstung:
Kopfschutz
Körperwesten
Boxhandschuhe (10 oz)
Tiefschutz
Schienbeinschutz
vorderen Spannschutz
Mundschutz
Des weiteren trägt ein Kämpfer rote Kleidung(Short und T-Shirt)
und der andere Kämpfer schwarze Kleidung.
Gekämpft wird auf einer Plattform
mit einer Fläche von 8x8 Metern und einer Höhe von 30 - 60 cm
(seit 2014 wird auch in rot und blau gekämpft).

B) PROFESSIONELL
- in einem Ring von 8x8 Metern mit einer Rüstung bestehend aus:
Boxhandschuhe (10 oz)
Mundschutz
Tiefschutz
vorderen Spannschutz

Internationale Sandaregeln

Kleidung rote oder blaue Short mit T-Shirt seit 2014

Schutzrüstung
Kopfschutz
Mundschutz
Körperschutz (Weste)
Boxhandschuhe (10 oz)
Tiefschutz
Schienbeinschutz
Spannschutz ebenfalls in roter oder blauer Farbe

 

Punktwertung beim Sanda:
Fauststoss zum Kopf 1 Punkt
Fauststoss zum Oberkörper 1 Punkt
Armschläge zum Kopf 1 Punkt
Armschläge zum Oberkörper 1 Punkt
Fussstoss zum Kopf 2 Punkte
Fussstoss zum Oberkörper 1 Punkt
Fussstoss zum Oberbein 1 Punkt
Beinschlag zum Kopf 2 Punkte
Beinschlag zum Oberkörper 1 Punkt
Beinschlag zum Oberbein 1 Punkt (Lowkick)
Wurffeger 1-2 Punkte
Verlassen der Plattform 2 Punkte
 
Faust- und Armtechniken:
Frontseite der Faust 1 Punkt
Rückseite der Faust 1 Punkt
Linke Seite der Faust 1 Punkt
Rechte Seite der Faust 1 Punkt
Innenseite des Vorarms 1 Punkt
Hintere Seite des Vorarms 1 Punkt
Linke Seite des Vorarms 1 Punkt
Rechte Seite des Vorarms 1 Punkt

 

Verbotene Techniken:
A)
Kopfstösse
Schläge zum Hals
Schläge zur Wirbelsäule
Schläge zu den Nieren
Ellbogen- und Knietechniken (bei Sanda verboten)
Schläge an die Gelenke
Schläge oder Aktionen, die dazu bestimmt sind, den Gegner absichtlich zu verletzen.

 

B)
Angriff der Genitalien
Schläge wenn der Gegner am Boden liegt
Unsportliches Verhalten

 

Kampfende - Siegmöglichkeiten:
Ablauf der Kampfzeit 2x2 Minuten
Durch K.O. - nach 8 Sekunden nicht kampfbereit
Durch T.K.O. - entscheidet der Kampfrichter
Disqualifikation nach Unsportlichkeiten nach Regelverstössen nach 2 Verwarnungen
Verlassen der Plattform - 2x pro Runde

Anwendungsbeispiel

Hier haben Sie ein Beispiel für Sanda in der Anwendungreihenfolge.

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