Lan Long Wu Shu Xue Yuan Kampfsport Institut Serge Seguin und Söhne
Lan Long Wu Shu Xue YuanKampfsport Institut Serge Seguin und Söhne

Zeitungsartikel 2012

Wir lassen hier den Zeitungsartikel vom 07. November 2012 um 09:00 Uhr von Sebastian Schulke aus der © Abendzeitung München wieder aufleben. Wenn Sie diesen nicht hier lesen wollen, dann klicken Sie Hier um auf die Originalseite zu kommen.

Das Alphabet des Kampfes

Faszinierende, aber weniger bekannte Kampfkünste. Heute: Wing Kido Kai – sie dient in erster Linie der Selbstverteidigung und ähnelt dem Jeet-Kuen-Do-Stil von Bruce Lee.

 

Seine Worte klingen wie die eines Shaolins: „Der Mensch ist hart. Aber er muss sich bewegen wie Wasser – das ist nicht zu stoppen.“ Doch Serge Seguin gehört nicht dem alten buddhistischen Mönchorden an. Er ist Franzose, lebt seit 37 Jahren in München und ist Shifu – das bedeutet Lehrvater. Lehrvater einer besonderen Kampfkunst namens „Wing Kido Kai“.

 

„Das Tolle an Wing Kido Kai ist, dass es nicht wie Karate, Taekwon Do oder Judo eine feste Richtung vorgibt“, sagt Seguin, „sondern einfach eine Grundlage schafft – wie das Alphabet. Du kennst alle Buchstaben, aber hast deine eigene Schrift.“ In Wing Kido Kai vereinen sich Elemente aus allen Kampfkünsten der Welt. Die Basis bildet eine Kombination aus Wing Chun Kung Fu, Boxen, Taekwondo, Judo, Aikido und Ringen. Dabei stehen vor allem Techniken im Vordergrund, die geradlinig und direkt sind. Es dient in erster Linie der Selbstverteidigung und ähnelt dem Jeet-Kuen-Do-Stil von Bruce Lee.


Das wird deutlich, wenn Shifu Serge Seguin (57) in seinem blauen Trainingsanzug mit gelben Streifen leichtfüßig über den Boden seines Instituts für Kampfkunst tänzelt, seine Fäuste ballt und seinem Gegenüber sehr klar in die Augen schaut. Fehlt nur noch der berühmte Kampfschrei à la Bruce Lee. Doch statt Geschrei, dröhnt Filmmusik aus den Boxen – die von Rocky Balboa. „Die sorgt für zusätzlichen Schwung bei meinen Schülern“, sagt Seguin und haut innerhalb von wenigen Sekunden ein paar Schlag-, Tritt-, Wurf- und Bodentechniken raus.

 

Begründer von Wing Kido Kai ist Master Carwell Flowers. Ein amerikanischer Soldat, der eine Vielzahl von Kampfkünsten in Vietnam, Korea, Deutschland und in den USA lernt und studiert. In den 1970er Jahren ist er in Europa stationiert – darunter auch München – und entwickelt schließlich seine eigene Kampfkunst. „Ich arbeitete damals als Koch im La Cave, kannte mich bereits mit Wushu und Karate ganz gut aus und lernte Carwell über meinen Freund Adriano Debole kennen“, erzählt Shifu Seguin. Der Master nimmt die beiden Freunde sogleich als Schüler auf.


Als Carwell 1979 wieder in die Vereinigten Staaten zurückgeht, ernennt er den Franzosen zum „Wing Kido Kai Chief Instruktor“ für Europa. Jugendliche können mit dieser sehr speziellen Kampfkunst erst ab 16 Jahren anfangen. „Man lernt auch den Umgang mit Messern und Schwertern“, sagt Shifu Seguin und erklärt: „Das hört sich gefährlich an, dient allerdings nur dem Verständnis. Damit ich mich im Ernstfall besser auf einen bewaffneten Angreifer einstellen kann.“ Kinder fangen in seinem Münchner Institut mit Wushu an.


Momentan staunen die Schüler von Shifu Seguin allerdings mehr, als dass sie kämpfen. Master Carwell Flowers ist nämlich noch für eine Woche in München zu Gast und gibt tiefe Einblicke in seine Kampfkünste. Viel reden tut der Amerikaner allerdings nicht – er lässt mehr Taten statt Worte sprechen. Wie Bruce Lee.

Liebe Leserinnnen und Leser,

 

in diesem Beitrag handelt es sich um einen Artikel der © Abendzeitung München und somit liegt der Urheberrecht bei dem Herrausgeber dieses Artikels. Für weitere Informationen zum Publisher klicken Sie bitte Hier.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Kampfsport/-kunst Team

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