Serge Seguin Kampfsportinstitut e.V. Lan Long Wu Shu Xue Yuan
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Real Self Defence

Die Inhalte und Ziele

In erster Linie dient es der Selbstverteidigung und ähnelt dem Jeet Kuen Do Stil von Bruce Lee. Die Basis bildet eine Kombination aus Wing Chun Kung Fu, Boxen, Taekwon Do, Judo, Aikido und anderen, wobei nur Techniken, die geradlinig und direkt sind , im Focus stehen.

Es ist nicht einfach, die Aufgabe oder die Philosophie dieser Art zu beschreiben, denn es ist in seiner Einfachheit schwer in Worte zu fassen. Wenn es darum geht, den Stil zu beschreiben, wird es wie folgt erklärt: 
Das Ziel ist es, sich in sich selbst sicher zu fühlen das System des Zweikampfes gründlich und in jeder Hinsicht zu analysieren und zu hinterfragen. Als erfahrener Kampfsportler gilt es, sich von Vorurteilen frei zu machen und von keinem System auszugehen.

Man sollte sich stattdessen von alten Gewohnheiten und herkömmlichen Mustern frei machen. Ferner sollte auch klar sein, dass es keinen Stil gibt, der eine Formel für den Sieg birgt und aus einem Schwächling eine unbesiegbare Kampfmaschine macht.
Geschicklichkeit in der Kampfkunst ist wie in jeder anderen Kunstform, das Ergebnis eines richtigen Trainings und der Bereitschaft, die eigenen Leistungsmöglichkeiten weitestgehend auszuschöpfen. Dem einzelnen Kämpfer, nicht dem Kampfstil kommt die größte Bedeutung zu, letztlich prägt der Einzelne den Stil.

Real Self Defence kann als eine moderne, der westlichen Kultur angepasste Kampfkunst beschrieben werden, die „kämpferische Wahrheit“, nämlich die Wirklichkeit des Zweikampfes mit einbezieht. Der Name soll keine Rolle spielen, den es ist nur ein Name und nicht mehr. Es handelt sich dabei weder um Karate, Kung-Fu, Judo, Boxen oder aus einer Kombination aus allem. Es macht sich lediglich gewisse Elemente dieser Zweikampfsysteme zunutze, um in das jeweilige Situationsgefüge zu passen, welches in einem Kampf entsteht.

Die Techniken

Da das System auf vielen Kampfkünsten basiert, macht es sich genau dies zunutze. So besteht das Training darin, Schlag-, Tritt-, Wurf- und Bodentechniken zu erlernen und sich individuell zunutze zu machen, basierend auf den 5 Distanzen des Kampfsports:

 

1. Distanz = Außerhalb der Schlagdistanz 
(In dieser Distanz ist der Gegner nicht zu erreichen, sondern zu studieren und zu beobachten, um Angriffe zu erkenne.)


2. Distanz = Lange Schlagdistanz
(In dieser Distanz kann der Gegner nur mit langen Fußtritten oder Überbrückungen, wie Gleitschritten oder Sprüngen erreicht werden.)


3. Distanz = Mittlere Schaldistanz
(In dieser Distanz sind alle Schläge und kurze ausgeführte Tritt anzuwenden.)


4. Distanz = Kurze Schlagdistanz
(In dieser Distanz sind vor allem kurze Infight-Techniken, wie Knie, Ellenbogen, Haken oder auch der Kopf anzuwenden.)


5. Distanz = Kein Abstand zum Gegner
(In dieser Distanz werden Würfe, Hebel- und Würgetechniken eingesetzt. Der Bodenkampf, in dem auch Schläge, Ellenbogen und Knietechniken möglich sind, zählt auch zu dieser Distanz.)

 

So gilt es, den Gegner immer mit Waffen zu schlagen, die er nicht kennt. Es ist davon abzuraten, sich mit einem Judoka auf einen Bodenkampf einzulassen.
Dabei betont das Real Self Defence, die reale Konfrontation mit einer dynamischen Kraft. Dabei sollten die Bewegungen möglichst einfach, leicht und natürlich sein.

 

Um dies zu erreichen, gelten folgende Traningsprinzipien, die Bestandteile einer jeden Übungseinheit sein sollten.

  • Unbedingte Ernsthaftigkeit in allen Trainingsphasen.
  • Keine überflüssigen Techniken. ( Show-Effekte, unkontrollierte oder ziellose Schläge)
  • Alle Kampfbewegungen sind gezielt und direkt.
  • Gezielte Bewegung (Minimale Anstrengung) in Angriff und Verteidigung.
  • Flexible Abwehr- und Angriffsmobilität (Offset-Rhthmus), fließende Körperbewegung und leichte, tänzerische Fußarbeit.
  • Abwehrbewegungen und Angriffsbewegungen.
  • Kampf mit voller Konfrontation und passender Sicherheitsausstattung.
  • Gebrauch von gerader und kurviger Linienführung in Fuß-, Handtechniken und deren Kombinationen.
  • Gebrauch von Foultechniken wenn alles andere versagt. (beißen, haareziehen, kratzen, reißen, etc.)
  • Alle Bewegungen sinnvoll angewendet die jeweiligen aktuellen Umstände des Kampfes. (Distanz, Position etc.)
  • Entwicklung und Persönlichkeit ( Fitness, Muskeln, Weisheit, Mut) und effektiver Selbstverteidigung.
  • Lernen durch Selbstäußerung, Darstellung und persönlicher, überlegter Anpassung ist der Massenimitation vorzuziehen.

 

"Wiederholtes Praktizieren einer Übung, wenn sie verbesserungswürdig erscheint weiterführen. Denke immer über das nach, was du tust, was du ausführst und fühle deine Fehler. Hinterfrage immer, was du falsch machst und arbeite mit Deinem Trainingspartner!"

Aufbau des Trainings

Im wesentlichen ist das Training in zwei Hauptgruppen geliedert, in denen sowohl mit und ohne Partner, als auch mit und ohne Waffen die folgenden Techniken erlernt werden.


1. Gruppe 
Basistechniken, Blocken, Abwehr, Faust, Kicken, Hebel, Würfe und Fegertechniken.


2. Gruppe 
Partnerübungen, Polster- Training, Verteidigung gegen einen oder mehrere Gegner, Kali- Kurzstock- Kampf aus den Philippinen.

Anwendungsbeispiel

In dieser Darstellung sehen Sie eine mögliche Technikkombination.

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